Tonder Festival 2003 am Sonntag

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Abschluss mit Abstecher in die Glitzerwelt des Showbusiness



Wenn man beim Tonder-Festival die wunderbaren Tage vor dem Sonntag erlebt hat, dann aber erst am Sonntagnachmittag wieder "auftaucht" ist es zunächst etwas depremierend.

Rundherum wird abgebaut, die Stadt fast wieder sauber, ein paar verstreute Zeltchen erinnern an die vergangenen, heißen Nächte.
Auf dem Festivalplatz herrscht zwar noch emsiges Treiben, aber auch hier alles viel besinnlicher. Und die fleißigen Abbau-Helfer sind auch hier schon am Werke.

Allerdings geht das auch gar nicht anders. Am Montag soll fast nichts mehr vom Festival zu sehen sein, auch für Tondern beginnt dann wieder der normale Alltag. Und so muß auch der Abbau straff organisiert sein.


Entschädigt wurde man aber, war man erst einmal im Zelt 1 angekommen.
Dieser Abend stand ganz im Zeichen der irischen Folklore. Wobei die keltische Musik insgesamt beim Tonder-Festival hervorstach.
Zunächst ging es los mit KARAN CASEY, die kleine Person hat eine riesige, mitreißende Stimme und Top-Mit-Musiker, die dann auch mit eigenen Solo-Beiträgen ihr Können zeigen konnten. Die Band macht eine recht abwechslungsreiche Musik, man braucht keine Angst haben, nur Fideln zu hören. Beeindruckend der Gitarrist, der teilweise abging wie ein Rocker....

Überhaupt kamen an diesem Abend die Frauen nicht zu kurz. Denn mit der Band ALTAN, die mit speziellen Freunden für weitere kleine Highlights sorgten und deren hochschwangeren Frontfrau tobte abermals das irische Feuer über die Bühne. Und das Publikum machte begeistert mit.
Auch hier Top-Soloeinlagen der einzelnen Musiker, die so manchen Besucher vom Stuhl riß.

Ansonsten alles gut durchorganisiert, die kurzen Pausen verhalfen zum Bier oder Kaffee, keine nervtötenden Soundchecks, nur die Sitze werden auf Dauer recht hart. Da kann so ein Abend recht lang werden.

Und alles wartete nach Altan auf Riverdance. Fotografieren war fast nicht erlaubt, darum auch praktisch nichts hier auf dieser Seite zu sehen.

Fortsetzung hier gleich rechts....










Höhepunkt sollte aber der Auftritt einer Abordnung von Riverdance sein. Ein 30min. Special war angekündigt und in dieser doch recht kurzen Zeit zeigten die Künstler einen kleinen Querschnitt durch die "richtige" Show. Kurze, gewaltige Tanzeinlagen aber auch solistischen Vorführungen, ein Liebeslied-Duett der beiden Hauptdarsteller und auch einige Solos der begleitenden Band.
Und eigentlich zeigte auch nur die Band und in diesem Falle der Bodhran-Solist ein wohl einmaliges Solo auf seiner kleinen Trommel. Bisher war mir nicht bekannt, was man aus dem Teil alles so raus holen kann. Echt der Wahnsinn.

Schön anzusehen die glitzernden Kostüme im Scheinwerferlicht, die alle 1a aussehenden weiblichen und männlichen Tänzerinnen. Aber auch gut zu sehen, wie gedrillt diese Leute eigentlich sind. Keinerlei Gesichtszüge, der Blick zwar "Cheese" strahlend nach vorne, aber doch irgendwie mit einem recht starren Ausdruck.
Auf der dann doch recht kleinen Bühne konnte man also nur einen kleinen Eindruck dieser wundervollen Show bekommen und so blieb ein wenig der bittere Beigeschmack, dass das letztendlich nur eine Werbeveranstaltung für die große Show war. Für die allerdings so einige Besucher ihr teures Eintrittsgeld hingeblättert haben.




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