|
Tondern
2002:
Einfach faszinierend
Tonder
Festival ist nicht nur ein Folk- & Blues Festival.
Es ist mehr. Es ist in riesiges Stadtfest.
Ein Fest, vor allen Dingen für die Dänen,
zu dem aber tausende Menschen aus ganz Europa
anreisen.
Ein Fest, das man zur Not auch ohne Eintrittskarte
genauso genußvoll feiern kann, wie die anderen
Besucher, die eine der wertvollen 25.000 Karten
erworben haben.
Gerade uns Deutschen zeigen die Dänen hier
einmal, wie man feiern kann, Spaß haben
kann. Ohne nennenswerte Randale, ohne fürchterliches
Gegröle, aber doch immer sichtbaren Spaß
zeigend.

Extra
eingeflogen, der 71jährige Ramblin Jack Elliott
Wir haben uns auch ein paar Konzerte angeschaut,
einfach bewundernswert der "alte" Ramblin
Jack Elliott. Mit vielen Anekdoten führt
er durch sein Programm, er hat die Lacher auf
seiner Seite. Aber die Besucher an den wunderschön
im Kerzenschein beleuchteten Tischen in der Tonderhall
1 wurden auch von dem Mann mit der Gitarre vollends
mitgerissen. Immer aber dem Ambiente des Saales
angepaßt.
Keine dämliche Pfeiferei, eher eine Hingabe
dem Künstler gegenüber zeigend.
Man kann natürlich nicht alle Konzerte besuchen,
dann müßte man mit zig Leuten dort
antanzen, aber wir konnten ja wandern und so durften
wir uns musikalisch über viele Stilrichtungen
freuen.

Die
Dänen freuen sich über Ihr Festival
Die Begeisterung der Gäste, die hier in Tondern
nun schon seit 28 Jahren herrscht, zeigt aber
erst ein mehrfacher Rundgang durch die Stadt.
Tagsüber alle paar Meter ein Musiker, eine
Band, Kleinkünstler, auch viele Strassenhändler,
alle aber nicht in großartigen Ständen,
sondern ganz schnell irgendwo improvisiert. Strom
gibt's beim Geschäft nebenan und dann geht's
los.
Zur Eröffnung ist der Torvetplatz voll, das
wissen die Eingeweihten und so bringt sich jeder
seinen Hocker mit. Und auch hier wieder rockvoller
Folk mit Croft NoFive oder Jazz mit der Neander
Jazzband. Oder man läuft ein Stück weiter
und hört guten alten Rock´n Roll. Alles
ist möglich.
Um so später die Stunde, um so mehr bilden
sich Gruppen und Grüppchen, spontane Strassenpartys
oder Musikerrunden entstehen. Auf dem eigentlichen
Festivalplatz feiern alle zusammen wie ein große
Familie. Einfach unbeschreiblich. fast nichts
ist mit einem deutschen Stadtfest zu vergleichen.
Das wissen aber auch viele aus unserem lande und
so ist Tondern am Abend der Treffpunkt vieler
Nordfriesen usw.
Auch die Helfer im Backstage-Bereich, superfreundlich,
kaum gestreßt, man merkt, das ist Ihr Festival,
sie haben auch ihren Spaß.
Eigentlich ist das Tondern Festival unbeschreiblich....
Fortsetzung...

Die
Eröffnung
|
|
|
|
Informationen/Fotogalerien
|
|
Fotos
und Bericht v. ersten Tag
Fotos
2. Tag nachmittags
Fotos
2. Tag abends
Fotos
Abschlusskonzert
Große Fotogalerie
Tondern
Homepage

Eine
Stadt voller Geigen
Fortsetzung:
Lehren aus Tondern
In
Deutschland gibt es kein vergleichbares Fest. Klar,
Tondern ist in den vielen Jahren gewachsen, so etwas
kann man nicht einfach irgendwo anders wiederholen.
Aber auch ohne dem eigentlichen Festival, unsere
Veranstalter von HGV´s, Wirtschaftsförderungsvereinen
usw. sollten sich einmal eine Scheibe von so einem
Stadtfest abschneiden.

Spaß
im Kiddie Zelt
Diese Verantwortlichen sollten sich einmal Ihren
Rucksack schnüren und für 1-2 Tage nach
Tondern reisen und mitfeiern. Aber am Besten gleich
die Leute von den Ordnungsämtern mitnehmen
- diese müßten nämlich kräftig
über Ihren Schatten springen.
Musik an allen Ecken, auch zusammen mit den ansässigen
Gastronomen, ist organisierbar. Aber z.B. einfach
100 Meter Stände aufbauen, abkassieren und
das war´s. Das es auch anders geht, sieht
man hier. Locker in der ganzen Stadt verteilt finden
sich Künstler und Stände wieder. Und wer
keinen Stand vor der Tür haben will, macht
seinen Laden eben selber auf. Auch nachts um 24
Uhr. Der Bäcker verkauft sein Brot, aber man
staune, er darf auch Bier ausschenken. Und schon
ist bei ihm auch ein bißchen mehr los. Und
das geht auch ohne Waschbecken am Stand, liebes
Ordnungsamt ;-).
Bisher wurde noch kein Däne vergiftet.
Jeder Einzelne versucht hier etwas auf die Beine
zu stellen, alles zusammen ergibt dann das Ganze.
Nicht einer alleine will alle Bierstände, sondern
jeder darf. Das ergibt Vielfalt. Alle verdienen,
die Besucher sind zufrieden und alles zusammen fördert
die gesamte Tourismus- und Wirtschaftsstruktur der
Stadt Tondern. Und so ist es eigentlich ja auch
gedacht.
Und hier checken anscheinend auch die Anwohner,
das so ein Fest wichtig für die Stadt ist und
blockieren nicht durch irgendwelche Einwände
eine ganze Veranstaltung. Sie lassen die Beine aus
dem Fenster hängen und feiern mit. Denn ihre
Stadt soll leben.
Selbst an die Jüngsten ist gedacht. Da kommt
ein eigenes Zelt hin und auch dort geht die Musik
bis weit nach Eins. Und die Kiddies sind zufrieden
und treiben sich weniger an den "Erwachsenenständen"
herum. Das ist Jugendschutz - und nicht zu Bett
schicken.
Man kann noch was lernen dort, echt!
HINWEIS
ZU UNSEREN FOTOS:
Da teilweise nur ohne Blitz fotografiert werden
durfte, sind einige Aufnahmen nicht so dolle, oder
auch einmal etwas anders....
|
|
|