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Open Air beim Rio Reiser Haus
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eine Bereicherung der nordfriesischen Szene!
Vorweg: Ich als alter "Waldheimer",
der auch immer noch ein wenig traurig ist, dass
es das Waldheim-Festival nicht mehr gibt, kann
nur sagen: Dieses kleine Open Air beim Rio Reiser
Haus in Fresenhagen ist ein wirklich würdiger
Ersatz.
Schade nur, das all die alten Waldheim-Gänger
kaum zu sehen waren.
Im letzten Jahr wurde dieses Open Air zum Todestag
von Rio Reiser das erste Mal veranstaltet und
diesem Jahr wurde es wahrlich noch getoppt.
Natürlich auch Dank der wirklich guten Musiker,
die alle im Rahmen des Rio Reiser Songpreises
2001 hier auftraten.
Zunächst aber zu den Besuchern. Es waren
viele junge Menschen da, aber gar nicht so überraschenderweise
auch viele "Alte". Die kamen aus der
ganzen Bundesrepublik, campierten teilweise und
sind mit Kind und vor allen Dingen Hund angereist.
Letztere nervten aber, vor allen Dingen, wenn
sie in Rudeln auftraten, doch ganz schön.
Man sollte Hunde wirklich fern von solchen Veranstaltungen
lassen. Die sind einfach zu aufgeregt. Aber mit
so etwas darf man Herrchen und Frauchen ja nicht
kommen.

Die Hunde waren aber das einzig Negative. Positiv
war u.a. auch die Kinderbetreuung. Sogar die obligatorische
Hüpfburg war da. In einem Extraraum kümmerten
sich zwei Mädchen um die Gören. Basteln,
Spiele spielen, rumtoben, ausruhen und auch schminken.
Und so liefen dann auch recht viele kleine Damen
und Katzen und ähnliches auf dem Platz herum.
Die Tresenleute waren nett, auskunftsfreudig und
hatten ebenfalls sichtlich Freude am Festival.
Alle arbeiten ehrenamtlich, denn der Rio Reiser
Verein hat kaum Geld.
Viele Gäste waren recht freakig (45-65 Jahre
alt, faltige Gesichter, lange graue Haare, Klamotten
der Siebziger) - scheisse, man wird doch älter
:-) -
Zur Musik:
Vier Bands bzw. Musiker habe ich gesehen, einfach
witzig GYMMICK aus Nürnberg, sollte man sich
merken. Gut, aber nicht so aufregend, BODE aus
dem Harz und danach dann die halbe Mädchen
Combo KLARA FALL aus Hamburg. Zufällig mag
ich Mädchen und so fand ich die Band natürlich
total geil. Spaß beiseite, die Band ist
wirklich gut und riß ordentlich mit.
Dann aber folgten die Höhepunkte mit einer
kurzen Rede zum Rio Reiser Songpreis. Ausgewählt
aus Hunderten Einsendungen haben diesmal die Mitglieder
und Dritte wurden TIMBUKTO aus, ja richtig, Nordfriesland
(und SL und FL). Und die haben es auf jeden Fall
verdient. Abgehende Musik mit einem völlig
quirrligen Sänger. Der scheinbar am liebsten
vor der Bühne singt. Echt nicht schlecht,
die Jungs.
Leider nicht gesehen, aber den zweiten Platz errang
SCHROTTFISCH und den ersten Platz DIE ELENDEN,
beide aus Hamburg.
Die Gewinnerbands werden hier in Fresenhagen produziert
und haben vielleicht bald genauso viel Erfolg
wie die letzten Gewinner, ALLIANZ, nach Streit
mit einer Versicherung unter dem heutigen Namen
BAND OHNE NAMEN bekannt.
Ein wirklich tolles Fest, das am Montagabend mit
der Bremer Band DIE FLUT den Abschluss hatte.
DIE FLUT interpretiert Rio Reiser Songs.
FOTOGALERIE
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